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Dies ist der Rundbrief für März 2024

Liebe Leserin, liebe Leser


"Das Dunkel um-träumen"

Was würde geschehen, wenn wir nicht mehr gegen das kämpfen, was uns schwer und dunkel oder verschattet erscheint, sondern es erforschen und befreien lernen...? - Dazu müssten wir allerdings erst einmal aufhören, es abzulehnen. Eine neue Freiheit könnte daraus erwachsen! Von Kind an hat mich fasziniert und berührt, wie es geht das Dunkel, das Verlorene, das Schwere im Leben aufzusuchen und zu verwandeln.

Wenn ich heute in unsere Welt blicke und in das Leben vieler Menschen, denen ich begegnen darf, so habe ich den Eindruck, dass diese Spur sehr hilfreich ist.
Vom historischen Buddha wird erzählt, dass er einem Krieger antwortete, der ihn grüßte mit: Verehrter Meister, wir kämpfen beide für die Freiheit!
Der Buddha darauf: "Das Ende des Kämpfens - das ist Freiheit."

Solange wir Schwieriges weg machen wollen, in uns oder in unserem Umfeld, oder in der weiteren Welt - liegt eine Ablehnung gegen die Wirklichkeit in uns. Denn wir können ja nicht bezweifeln, dass diese Dinge existieren. Sie sind de facto Teil der Wirklichkeit - auch wenn sie vielleicht furchtbar sind oder uns nicht gefallen. Die Ablehnung ist verständlich, nur - sie ist eine Art von Illusion. Wir lehnen das Wirkliche ab durch unseren Kampf gegen bestimmte Situationen, Zusammenhänge oder Gefühle in uns. Wenn wir dem Leben offen und furchtlos begegnen - dann können wir die Kraft in unseren heftigen Emotionen erforschen und dann befreien, ja am Ende uns unterstützen lassen.
Das Gleiche ist grundsätzlich auch für die Welt um uns möglich. Wenn wir mit schwierigen Menschen hilfreich umgehen, können sie eine neue Beziehung zu uns und sogar zu sich selbst finden. Wenn wir die krassen Situationen, die Verwirrung und den Kampf in der Welt um uns als Spiegel und als Aspekt von uns selbst erkennen, können wir lernen dies zum einen freier, liebevoller aber auch klarer und unbestechlicher zu sehen.

Die Lebens-Situationen sind Lernfelder, in denen sich uns verklockte oder verdrehte Kräfte zeigen, mit denen wir immer geschickter umgehen können, als sie zu bekämpfen oder gar vernichten zu wollen. Hass in diesem Sinne ist selbst eine "Liebe, die auf dem Kopf steht", wie ein Weiser uns sagt.

Unsere gemeinsame Welt wird dadurch vielleicht nicht einfachhin "gut", wohl aber kann sich in uns etwas entspannen, das der Weltlage einen anderen Ort in der Wirklichkeit gibt, als den dominanten, den wir ihr gewohnt sind oft zu geben. Wir können in uns und um uns her ein wacheres Feld kreieren, wo mehr ForscherInnen-Geist und Kreativität ist, als nur das Gefühl von Bedrohung und Kampf dagegen. Dies ist eine durchaus österliche Thematik - und die christliche Tradition schreibt uns allen - unabhängig von unseren religiösen oder spirituellen Wegen - diese Urgeste der Befreiung ins Stammbuch des Lebens:

Dass aus den Untergängen neues Leben sich erheben kann, wenn wir bereit sind alte Denkweisen loszulassen,
dass auch im Dunkel der Schatten - die Verheißung als verhindertes Licht wohnt, wie Graf Dürckheim sagt,
dass erfahrbar von vielen Menschen - genau die Orte der Krise und der Resignation, die Stätten, wo wir gezwingen sind alte Waffen und Muster abzulegen, dass genau dort Initiation, Erneuerung, Wandlung und Neugeburt geschehen kann - auf unserem Weg zur Reifung.

Gerade dort, wo wir mit den konditionierten Möglichkeiten des Alltags, des "Mainstreams" am Ende sind - haucht uns das Geheimnis des Seins an - öffnet sich uns eine völlig andere Dimension, in die hinein unsere oft ach so kleine "Welt" verwiesen ist zeitlos und hinter allem Ort und Maß!

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen eine erfüllte Zeit und die Furchtlosigkeit des Herz-Geistes, dem Leben, Deinem persönlichen, dem gemeinsamen auf unserer Erde und dem Großen Leben mit neuer Inspiration und innerer Offenheit zu begegnen - gleichsam "die Schatten umzuträumen", mit dem starken Wort einer schamanischen Lehrerin.

So bleibe ich für heute mit vielen guten Wünschen für Euch

Satnam Paulus-Thomas Weber

Worte für unterwegs:

"Wenn wir aufhören zu kämpfen

gegen die Wirklichkeit, gegen das Leben,

werden wir frei, mit dem zu fließen,

was sich uns zeigen will...

Nullpunkte werden zu unseren Kraftorten

Untergänge zu heiligen Stätten

Und der Strom unserer Tränen

wird zum Wasser des Lebens."

(Satnam Paulus-Thomas Weber)

















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