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Und hier ist unser aktueller Rundbrief:

Dies ist der Rundbrief für Januar 2026

Liebe Leserin, liebe Leser

"Das Gesamt des Daseins im Blick behalten..."

Euch allen wünsche ich dass das neue Jahr gut für Euch begonnen hat - was auch immer sonst noch in der Welt ist...!

"Remember who you are and what matters!" - "Erinnert Euch, wer wir sind und was wahrhaft zählt!"

Dieser Satz der buddhistischen Meisterin Tara Brach traf mich die vergangenen Tage zentral und sehr befreiend.

Ich fühle darin die zuinnerst erfahrene Wahrheit in mir und die Fülle von Sinn zu leben, zu existieren und auch als Mensch heute.

In diesen chaotisch-turbulenten und wirklich oft auch abgedrehten Zeiten vom globalen Blick her ist es aus meiner Sicht so wichitg, zu sehen, zu verstehen, ohne uns einzusperren - sondern frei zu werden!

Konkret bedeutet das für mich, das Gesamt des Daseins, unseres menschlichen Lebens auf dieser gemeinsamen Erde in all den vielen kleinen und großen Situationen, die wir miteinander teilen ins Bewusstsein zu holen, uns gegenwärtig sein zu lassen.

Wenn wir in unserer Aufmerksamkeit oder Emotionen zu stark in Bann geraten von einer Situation, sei sie privat, familiär, gesundheitlich, oder eben auch global, dann neigen wir dazu, alles andere aus dem Blick zu verlieren.

Es gibt in der phänomenologischen Philosophie die weite Sicht, die man "Situations-Kokarde" nennt (vgl. Heinrich Rombach, Strukturanthropologie).

Das bedeutet, dass wir wie in konzentrischen Kreisen in den Situationen des Lebens existieren:

In unserem körperlichen und seelischen Befinden

In dem, was wir gerade Tun oder Lesen...

In der kleinen Welt unserer nächsten Menschen - unseres Wohnens - unseres gelebten Alltags

In der etwas weiteren Welt von Beruf, Gesellschaft, Vernetzung mit anderen

In der größeren Welt der Natur - und dann auch der globalen Situation als Menschen auf diesem Planeten

Verwiesen hinein in das Größere des kosmischen Zusammenhangs unseres Universums

Und - damit nicht genug: Hineinverortet in das, was wir Unsichtbare Welt nennen können, in Räume von Präsenz, Bewusstsein, alle fühlenden Wesen...

Gehalten zu sein jenseits von Raum und Zeit im Zeitlosen, Ewigen, durchweht vom Göttlichen, von Präsenz und Weite und Leerheit, absoluter Liebe... Ursprung

Und wir mitten drin!

Es ist unsäglich entspannend und öffnend, wenn wir das nicht vergessen.

Gerade in Zeiten, wo uns eine dieser Situationen (oder mehrere) sehr herausfordern, wie im Moment die Situation in der Welt und Völkergemeinschaft,

ist es so wesentlich, die Schönheit und Kostbarkeit unseres kleinen Tuns, unserer kleinen Lebenswelt Tag für Tag zu verkosten. Das ist es was wir säen können!

Ebenso ist es zentral, die sich öffnende Weite des Lebens, des Seins bis in die Tiefen des Zeitlosen Mysteriums, nicht aus dem Blick zu verlieren.

Die erwachten Menschen erkennen sich daran, dass sie im Tun und in der Hingabe in die Kleinheit des Alltags, die Weite des Seins nicht vergessen - sagt uns ein Weiser.

Es geht darum, nicht in eine "Angst-Trance" zu gehen durch zuviel Input an Nachrichten, ohne diese Situation auszublenden oder zu verdrängen.

Es geht darum, zu atmen - in Fluss zu kommen, alle Gefühle zuzulassen, sie "reiten" zu lernen, so dass wir die in ihnen wohnende Kraft für unsere Kreativität, Power, Liebe und Neuwerdung nutzen können.

Wir sind unendlich viel mehr, als in der Tageszeitung oder im Internet dazu steht. - Erinnert Euch, wer wir wirklich sind...!

Lasst uns dabei verbunden sein mit allen Wesen dieser Linie, dieser Lebensspur - der großen Linie der Menschheit durch alle Zeiten und Zonen!

So mag ich diesen Rundbrief schließen mit einem zentralen Wort von Ruth Cohn, der großen jüdischen Therapeutin und Pionierin der humanistischen Psychologie - siehe unten Worte für unserwegs.

In diesem Sinne mag ich mich von Herz zu Herz mit Euch verbinden

Satnam Paulus-Thomas Weber

Worte für unterwegs:

"Wir sind nicht allmächtig, wir sind nicht ohnmächtig.

Allmacht ist eine Wahnvorstellung - Ohnmacht ist eine Emotion.

Wir sind teilweise mächtig -

ermächtigt zu konkretem menschlichem Handeln.

Wir können noch viele kleine Schritte tun!

Noch scheint die Sonne warm in mein Zimmer."

(Ruth C. Cohn)

















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