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Rundbrief für Mai 2022

Liebe Leserin - lieber Leser


Sehr grüße ich Euch alle in dieses zur Zeit so schön grünende Frühjahr, in diesen Mai hinein, an all den Orten, wo Ihr lebt...
Zunächst mag ich ein paar Gedanken von mir mit Euch teilen
und sodann auf einige Punkte aufmerksam machen - unsere Arbeit betreffend.



Von der inneren Macht der Stille

Wenn es zu laut um uns wird, wenn die Eindrücke zu viele sind, als dass wir sinnvoll antworten können, wenn wir zu sehr einander widersprechende Infos gelesen haben, oder widersprüchliche Gedanken in uns selbst finden -
macht es zutiefst Sinn, inne zu halten - nicht sofort zu handeln, nicht eine neue Sichtweise hinzuzufügen, nicht automatisch zu reagieren aus alten oft unbewussten Mustern in uns.
Es ruft uns gleichsam aus einem tiefen inneren Wissen in die Stille.

Stille - diese Offenheit, Weite, Freiheit in gewissem Sinne - dieses Schweigen des Zuviel, dieses Loslassen der Formen und Gestalten, der Töne und Geräusche...
Stille wird uns, wo wir pausieren, das weiter und weiter und weiter - stoppen,
wo wir unsere Sinne öffnen für das, was gerade ist und nicht aus antrainierten oder gewohnten Weisen handeln und denken.

Stille ist das große Innehalten, die große Pause, der Aufbrecher des Gewohnten und die Freiheit vom Zuviel und Allerlei.

Stille ist nicht - wenn wir nun tiefer lauschen - gebunden an äußere Faktoren, auch wenn diese bisweilen mehr, bisweilen weniger unterstützend sind für dieses Lauschen nach innen. Stille ist frei! Sie unterliegt keinen Gesetzen von Lärmpegel, Ort, Zeit und anderen Umständen. Stille ist nicht einmal konditioniert durch unsere Gedanken - Emotionen und biographischen Muster.

Stille erklingt aus der Tiefe - im Grunde von allem, was ist - und da wir mit uns selbst gut anfangen können, eben auch aus uns selbst, aus der Präsenz unseres Körperseins, aus der Weite unseres Geistes, aus der Tiefe unseres Seele...
Lebendige und nährende Stille können wir hören, ja fühlen in der Natur, auch in einem Wald voller Naturklänge und Vogelgesang. Diese Stille weht uns entgegen auf der Höhe eines Berggipfels - im Alleinsein in der Landschaft - aus der Brandung des Meeres.

Stille in diesem Sinne erweist sich als eine geheimnisvolle und zugleich völlig offenkundige Botschafterin des Seins, des Unermesslichen, des Göttlichen - mitten in unserem Alltag.



Zu dieser Stille als Urgrund aller Formen und Gedanken, Worte und Taten immer wieder zurückzuschwingen ist wirklich ein Lebens-Atem!
In je-diesem Moment sich innerlich zu entspannen, ja uns anzuvertrauen der in uns heraufwehenden Stille des Lebens selbst, ist eine erwachende Weise, wie wir gut in unserem Menschenleben unterwegs sein können. - Und dies gerade in Zeiten wie heute, wo so vielerlei an Bedrohung, Unsicherheit, Krieg und Kriegsdrohungen, einander widersprechende Infos und Gedanken und Stimmen auf uns wirken.
Stille ist eine tiefe Liebeserklärung an uns selbst und an diese unsere gemeinsame Welt. Sie ist kein Rückzug - allenfalls zeitweise als eine Art der Übung, der Vertiefung.
Sie gibt uns selbst Raum für Neues - lässt den Menschen um uns Freiheit, sie selbst zu sein und zu werden und sich so zu zeigen. Diese Liebeserkärung an diese Welt hat den Mut, die Welt zu umfangen, ja zu durchdringen mit einer Qualität, die nicht mit den Machenschaften der Menschen, der Welt, der Worte, verwickelt ist, die frei ist, und zugleich sie alle berührt.

So mag ich Euch hinrufen zu diesem Lauschen in die Stille - Euch rufen zu lassen von der Stille hinter der Stille! - Dorthin, wo der Widerspruch und die Verwirrtheiten, die wir anstellen, keinen Halt finden und verklingen.

Aus diesem Raum kann das Eigene leben und neu geboren werden. In diesem Raum von Stille kann uns auch der viel viel größere Kontext unseres kleinen Menschenlebens, ja sogar unserer heutigen globalen Situation klar werden - menschheitsgeschichtlich - daseinsgeschichtlich - räumlich - und in der Weite der Kreativität des Seins, des Göttlichen.
In dieser Stille erklingt die "Antwort", dass der eigene Reifungsweg, die Arbeit an uns selbst - Sinn hat, auch unabhängig von dem, was sonst passiert.

Wenn uns das nicht klar ist, verlieren wir uns in der Welt und in den Tagesnachrichten, oder wir schotten uns ab, weil wir es nicht ertragen.
In dem Maße wie wir zurückschwingen können in die Stille - können wir lebendig und schöpferisch und frei sein in den verschiedenen Umständen unseres Daseins.

In diesem Sinne Euch allen ganz herzliche Grüße,

Satnam Paulus-Thomas Weber





Einpaar Ankündigenen noch:

Das Stille-Retreat hat noch freie Plätze - es findet vom 8. - 12. Juni im Hof Integra statt.
Das ist eine schöne Möglichkeit, das oben Beschriebene in einer kleinen Gruppe zu üben und zu vertiefen.

Es ist das letzte Stille-Retreat dieser Art vorläufig in unserem Programm. (also mit viel Schweigen - Stille und nicht mit Atemarbeit, sondern Meditation, Inquiry und Zeit in der Natur)
Etwas ähnlich sind die Retreats im Intersein-Zentrum, die ich regelmäßig halte. An die Stelle dieses Retreats im Juni setzen wir ab nächstes Jahr einen längeren Kurs mit Holotroper Atemarbeit, die wir - wenn alles so bleibt - wieder mit einem Wochenende im September hier in Neumarkt beginnen. (Termine sind auf der Webseite.)

Ein letzter Punkt:
Es gibt 5 neue CDs von mir - auch als Download erhältlich (gleicher Preis von ja 10,- €).

CD 21 - Die 4 Zentren
CD 22 - Essenzielle Berührung
CD 23 - Den kreativen Prozess befreien
CD 24 - Reise in die Tiefe des Gewahrseins
CD 25 - Das kleine Nun und das große Jetzt

Ich kann das auch zzgl. Porto zusenden, ansonsten bringe ich die CDs wie gewohnt zu den Kursen mit.