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Blog-Texte 2016


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  • Jenseits von Meditation...

Wer hat die Macht ?

Im November 2016...

Das Leben schrieb mir ins Tagebuch:
"...hör nicht denen zu, die laut schreien,
schau auf das, was dahinter steht.
Glaube nicht den Worten der Mächtigen -
versuche zu fühlen, wohin ihr Herz geht, woran ihr Wille hängt,
und wer sie beeinflusst.
Geschichte wird nicht von Einzelnen gemacht -
lerne den Strom des Werdens zu verstehen!"


Wer ist es, der die Macht hat und Geschichte macht damit?
Diese Frage bewegt in diesen Zeiten. Aber es hat uns Menschen immer schon umgetrieben.
Blicken wir auf die Tagesgeschichte, so wirkt es sehr wohl so, dass einzelne Menschen, einzelne Entscheidungen
weitreichende Folgen haben - oft für viele Betroffene, die nie gefragt wurden.
Das ist es, wie sich Unrecht, aber auch Unruhe, gar Unfriede nährt...

Blicken wir tiefer mit einem eher geschichtlichen Zugang,
so entdecken wir, dass einzelne Machthaber eher auch ein Ausdruck einer bestimmten Bewegung der Menschen sind,
ein oft in beißender Helle und Blendung erscheinendes Aufblitzen jener Grundstimmungen in den Köpfen und Gemütern Vieler,
die sich allein gelassen oder nicht gehört fühlen.

Das rechtfertigt nichts - macht aber deutlich, wie sehr auch Faktengeschichte Spiegel unserer eigenen inneren Bewegungen sein kann.
Nicht von allen, aber sehr wohl von Menschen mit uns - manchmal auch von uns selbst.

Mit noch tieferer Sicht - die wir geschichtsphilosophisch nennen könnten - wird klar, dass ganze Kulturen, Bewegungen und Paradigmen-Wechsel
Ausdruck einer tieferen geistesgeschichtlichen Dynmaik sind.
In alter Weise könnten wir es nennen die Bewegung menschlichen Seins oder menschlichen Geistes selbst im Sinne einer Tiefengeschichte, die den Fakten zugrundeliegt.
In modernerer Form nennen wir es eher Bewusstseins-Geschichte.

Wie auch immer - das entschärft nicht diktatorische Machthaber, das nimmt uns nicht die Angst vor den Folgen...
Aber es lässt uns den größeren und großen Kontext verstehen.
Auch in schwierigen politischen Konstellationen kann sich etwas ausdrücken von der Dynamik unserer menschlichen Geistesgeschichte,
die als Ganze eben auch Boden und zugleich Teil unseres Menschseins, unserer Reise als die Menschen der heutigen Weltstunde ist.

Können wir darin nach der Frucht suchen - so ist es vielleicht die Einsicht, dass Macht nicht Macht ist.
Diese "Macht - über" ist nur ein Blendwerk, ist ein Ausdruck von etwas Tieferem.

Die eigentliche Macht - so eigenartig es immer wieder klingt - ist unser Menschsein selbst, ist das Verhältnis, das wir zu unserem Menschsein einnehmen.
Wo immer wir alles, was auftaucht, auch in der schwierigen Zeit heute, als Chance und Erfahrung zu nehmen versuchen - bleiben wir in der lebendigen Elastizität des Seins.
Wo wir hart werden dagegen, uns abschotten oder die Situation brechen wollen - geraten wir in den selben Strudel der sogenannten Machthaber.

Satnam Paulus-Thomas Weber

Den richtigen Spiegel finden

Im September 2016...

Das Leben schrieb mir ins Tagebuch:
"...leg diesen Spiegel aus der Hand,
der dein Gesicht verzerrt!
Das ist der Spiegel der Selbst-Kritik, der ist kalt
und kann nicht lieben.
Wer nicht liebt, sieht nicht, wer nicht sieht,
hat kein Recht auf "Kritik" - egal in welchem Kleid sie daherkommt!
Lerne dich selbst wirklich zu sehen!"


Nicht jeder Spiegel zeigt uns unverzerrt,
nicht jedes Gegenüber kann uns sehen,
nicht jedes Feed-Back hat etwas mit uns zu tun.

Je nachdem in welchen Spiegel wir schauen kann sich die Wahrnehmung verändern. Dies gilt auch für unseren Blick auf uns selbst und unser Leben.

Aus dem gewohnten Denken, das konditioniert ist von Zielen, Erfolgen, Misserfolgen, richtig und falsch - auf uns selbst zu blicken, kann fatal sein.
Die Fähigkeit zur Selbst-Reflexion, die ja eine wesentliche Entwicklung ist, hat sich hier oft verselbstständigt, ist zu einem "Inneren Kritiker" einer "Inneren Kritikerin" geworden. Diese Instanz mag wohl stets eine kleine Nuss an Wahrheit enthalten, aber sie ist stark vom Denken dominiert, abgetrennt von der grundlegenden Wärme und Wertschätzung unseres Herzens auch für uns selbst.

Zurecht fühlen wir uns von dieser kritischen Stimme in uns (oder auch von anderen) "nicht gesehen".

Was wir brauchen, um uns weiter zu entwickeln, ist der Blick, der unser Personsein schaut, unsere Einzigartigkeit, unsere Kostbarkeit, die von keinem "richtig-falsch" jemals infrage gestellt wird.

Nur ein tiefes umfassendes Sehen kann ernsthaft Korrektur geben auf dem Weg der Menschwerdung.
Das ist das Sehen aus der Offenheit des Herzens - das erkennen von Seele zu Seele, um es in anderer Sprache zu sagen.
Dieses Sehen ist warm, ist Raum-gebend, eröffnet für uns Möglichkeiten der Reifung.

Lernen wir für uns selbst, den richtigen Spiegel zu benutzen.
Alles, was kalt ist und recht haben will - hat uns nicht wirklich verstanden!

Satnam Paulus-Thomas Weber

Dem Dunkel vertrauen

Im Juli 2016...

Das Leben schrieb mir ins Tagebuch:
"...warum traust du dem Dunkel nicht, dem Nicht-Wissen?
warum erwartest du von der Tageshelle zerdachter Stunden
Einsicht, Wissen und Geleit?
Traue dem Unfassbaren, der Dämmerung des Seins,
vertraue dem Schauen, das nicht aus der Sicherheit kommt,
vertraue der Nacht!"


Wir erwarten in der Regel von der Helle und Sichtbarkeit unserer Gedanken
oft all zu schnell eine Lösung - gar eine gute Entscheidung an wichtigen Stellen unseres Lebens. Unser denkender Verstand ist ein hilfreiches und wunderbares Werkzeug - um zum Beispiel diesen Text hier zu schreiben - um unser Leben zu organisieren, zu ordnen, zu verstehen, zu fragen, zu forschen.
Aber die Antowrten, oder sagen wir besser, die Einsichten, die wirklich tragen, oder Sichtweisen, die echt neu sind - da haben wir falsche Erwartungen an unser Denken. Zu denken vermögen wir nur, was wir schon wissen, aus dem Arsenal des Gewussten und Erkannten. Wir können schlussfolgern und sortieren.

Alle wahrhaft kreativen, schöpferischen, gar genialen Menschen wissen das: Die bewegenden Dinge tauchen auf aus einem Raum von Nicht-Wissen, quasi über Nacht, wenn wir nicht mehr damit rechnen ... steht die Orchidee am Wegrand. Große Entdeckungen und Erkenntnisse haben ihren Wurzelpunkt, ihren springenden Kern in einem Loslassen des Wissens.

Auf dem Reifungsweg, in den spirituellen Traditionen, in der Mystik, wie in der ernstgemeinten Meditation - da finden wir es, dass tiefe Wandlung, Neubeginn, Einsicht und Schöpferkraft, aus dem Ozean des Nicht-Wissens, aus der Nacht, aus dem Dunkel des Loslassens, Fühlens und Wartens kommen.

Wir haben die Kontrolle aufzugeben - sonst kann nur auftauchen, was wir schon kennen. Wir haben das Warten und Lauschen wieder zu lernen. Aus dem Dunkel der Erde kommen die Pflanzen im Frühjahr - und wir können nicht daran ziehen, dass sie wachsen.

Das heißt aber, wir können den Phasen der Orientierungslosigkeit in unserem Leben durchaus vertrauen. Die Alten nannten es oft Initiations-Zeit, Reifungszeit. In vielen Mythen und Märchen gehen die Heldinnen und Helden in das Dunkel und lernen vom Geheimnis des Seins - zu warten, zu lauschen, sich anzuvertrauen, und dann zu schauen, zu empfangen.

Wollen wir wirklkich Wandlung und Neubeginn, schöpferischem Aufbruch und Frische Raum geben in unserem Leben - dann ist der Sprung in die Dunkelheit, das Weilen im Nicht-Wissen der Geburtsort, dem wir zutiefst vertrauen können.

Satnam Paulus-Thomas Weber

Der inneren Spur folgen

Im April 2016...

Das Leben schrieb mir ins Tagebuch:
"...wofür lohnt es, dass du aufstehst jeden Morgen,
wofür lohnt es, dass du den Tag bestehst,
wofür lohnt es, dass du gehst?
Bist du unterwegs für das, was du liebst,
ist dein Leben hier und heute auf der Spur mit deinem tiefsten Wunsch, deinem innersten Verlangen ?
Kannst du eines Tages in Frieden sterben, weil du wirklich für das gegangen bist, was es wert war?"


In uns Menschen wächst oft über Jahre und Jahrzehnte hin eine innere Ausrichtung -
wir erkennen klar, was uns wertvoll ist, was wir leben wollen, ja leben müssen. Dies hat nichts mit einer egoistischen Wunsch-Erfüllung zu tun, noch ist es direkt sichtbar ein selbstloses Dienen für andere - das kann es werden, aber zunächst ist es weder dieses noch jenes.

Es liegt tiefer und wird aus dem Wesens-Gewissen, wie Graf Dürckheim es nennen würde, geboren. Es ist so etwas wie eine Schau, eine Vision des Herzens und dessen unbestechlichen Wissens. Wir spüren, dass wir uns selbst verraten würden, täten wir dies nicht oder würden wir es nicht wenigstens versuchen.
Es ist das Beste, das wir auch anderen Menschen letztlich anbieten können - es hat immer auch eine heilende, unterstützende, ermächtigende, nährende Wirkung auf andere Menschen, andere Lebewesen.
Irgendwo fühlen wir, dass wir gar dem Universum, der Ganzheit des Lebens selbst, dem göttlichen oder erwachten Ursprung, der alles durchdringt, selbst diesen Dank geben wollen - das zu leben, wozu wir geboren sind: hier und heute in dieser Zeit, an diesem Ort, in dieser Familie, mit diesen Gaben und Chancen, Schatten und Hindernissen.

Unser Wesentlichstes zu leben ist wie eine tiefe Liebeserklärung an das Leben. Und andere können sich daran wärmen!

Oft finden wir keine Worte dafür, keine Überschrift, und dennoch zeigt es sich sehr konkret. Es kann sich ausdrücken in einem bestimmten Tun, einer Arbeit, oder einem Lebensort, in einer lebendigen Beziehung, einem Reifungsweg, einer spirituellen Praxis, einer Reise, einem Retreat .... Es kann aber auch eine Haltung werden in uns, die als wir selbst durch diese Welt gehen will - etwa eine besondere Art von Kunst, eine bestimmte Stille, die wir ausstrahlen, eine unbestechliche Klarheit, eine bedingungslose Güte.

Ein großer indischer Lehrer sagte mal: Wenn du ganz und ungeschminkt du selbst bist - genau dann bist du das größte Geschenk für die anderen Menschen, für diese Welt.
Oft kostet das Mut - das ist unser Preis dafür.
Manchmal kostet es einen Abschied von gesellschaftlichen Konventionen - wir sind allein. Auch das kann ein Preis sein.

Was möchtest Du leben - dass Du eines Tages in Frieden sterben kannst?
Ich meine, in Frieden mit Dir und Deinem Weg?
Das ist die Frage.

Wir Menschen haben einander unendlich viel zu schenken - lassen wir unseren inneren Reichtum zu!

Satnam Paulus-Thomas Weber

Dein Herz offen halten in der Nacht

Im März 2016...

Das Leben schrieb mir ins Tagebuch:
"...wer sagt denn, dass schwierige Situationen in Deinem Leben gegen Dich sind?
Du hast nichts falsch gemacht.
Du wirst auch nicht geprüft, weil Dir da jemand misstrauen würde!
Könnte es sein dass schwierige Lebenslagen ein Erfahrungs-Pool sind,
wo Du wahrnehmen, lernen und durchleben kannst, was am Ende reich und kostbar in Dir sein wird?
Das Leben hat durchaus Humor.
Es ist auf alle Fälle nicht logisch - und lässt manchmal bewusst Dein logisches Weltbild zerbrechen.
...Damit die Wirklichkeit Dir aufgeht."


Schwierige Lebens-Situationen prägen unser menschliches Dasein.
Da gibt es Biopgraphien, wo dies dominiert, es gibt auch Lebensgeschichten, wo es eher im Hintergrund wirkt. Aber immer ist Menschsein auch unvollkommen in dem Sinne, dass es nicht nach unserem oft kleinen Willen geht, nicht nach unserer Maßgabe für Glücklichsein - egal wie laut die Werbegesellschaft davon tönt!

Da sind die kleinen Hindernisse, dass der Kaffee dann umfällt und alles verschmutzt, wenn wir es gerade besonders nicht brauchen können...
Da sind diese mittleren Ereignisse, wie ein Unfall, bei dem es doch noch mit Blechschaden ausgeht, oder ein Wasserrohrbruch mit seinen Folgen...
Und dann die wirklich heftigen, lebenswendenden Widerfahrnisse - dass wir ernsthaft krank werden, dass eine Liebe zuende geht, dass ein Beruf nicht mehr funktioniert, dass ein geliebter Mensch stirbt...

Es hilft uns in alle dem, dass wir wach und liebevoll mit uns selbst umgehen.
Sehr wesentlich ist, falsche Interpretationen zu lassen, die uns nur zusätzlich verletzen:
Wir haben nichts falsch gemacht - auch wenn es vielleicht sogenannte Fehler gab -
wir haben das menschliche Recht auf Fehler.
Niemand testet uns aus, wie wir reagieren, auch wir selbst müssen das nicht tun. Das schafft nämlich eine Atmosphäre von Kälte und Misstrauen.

Wir können es als Lernfeld nehmen - für unsere Reifung.
Das bedeutet, dass wir sehr mit unserem Erleben und Fühlen im Körper gegenwärtig bleiben. Wir gestehen uns unsere wuchtigen Gefühle zu, ohne dass wir sie ausagieren müssen oder uns darin verlieren. Wir dürfen das furchtbar finden oder traurig oder aufschreien!

Diese Erfahrung kann doch zu uns kommen, weil sie menschlich ist - und wir sind menschlich. Alles Menschliche will erfahren werden. Sie ist wie ein heimatloser Gast, der einen Unterschlupf sucht.
Einmal eingekehrt bei uns, wenn es geht dem Erlebnis nicht mehr all zu viele Widerstände entgegenzuschleudern, wandelt sich das Erleben.
Wir können das oft bei Menschsen sehen, die schwere Schicksalssituationen durchleben und ab einem gewissen Punkt von erstaunlicher Ruhe und sogar Stärke sind.

Die schwierige Erfahrung, wenn zugelassen bei uns, wird unsere Lehrerin. Sie kann uns etwas zeigen, was wir sonst nie erfahren würden, kann unser Herz für uns selbst, für die Zerbrechlickeit und Schönheit von Leben öffnen, und auch für andere Menschen in ähnlicher Lage.

Vielleicht - so in unser Haus eingeladen - wird diese einst schwere Erfahrung zu unserer Beschützerin, die uns hütet vor der Oberflächlichkeit, dem Leichtsinn, dem Verplempern unserer kostbaren Lebenszeit als Menschen, die uns hütet vor Urteilen über andere Menschen, uns davor bewahrt zu hassen und zu zerstören.

Könnte sie unser Herz hüten, könnte die Dunkelheit uns berühren und einladen zu einer völlig neuen Sicht von Wirklichkeit - viel weiter und größer als bisher?

Wenn wir mutig sind und dem Leben vertrauen - können wir versuchen so zu lernen und zu wachsen, hin zu jener tiefen authentischen Seele, die sich entfalten will als dieses einmalige Wesen, das wir sind.

Satnam Paulus-Thomas Weber

Was wir nicht auf dem Meditations-Platz lernen

Im Februar 2016...

Das Leben schrieb mir ins Tagebuch:
"...nurze alles, was Dir begegnet, um zu lernen vom Leben.
Viele von Euch Menschen schreddern nur den Alltag und die Erfahrungen,
um alles irgendwie hinter sich zu bringen.
Aber wie soll ich denn mit Euch reden - wenn Ihr mir nicht zuhört,
meine lebendige Sprache der Begegnungen, Ereignisse, Sonnenuntergänge und Gefühle
nicht versteht?"


Das hingegebene Spüren in den Körper,
in das innere Universum, das wir Menschen sind, dieses Lauschen und Schauen, dass wir aufhören, etwas ändern zu wollen und dem waches Gewahrsein schenken, was ist, was aktuell in uns geschieht und werden will - das nennen wir Meditation. So ließe sich eben somatische, also körperzentrierte Meditations-Praxis beschreiben, in der wir trainiert wurden und werden und die wir so lehren und weitergeben.

Wenn wir Menschen in dieser modernen, heutigen, oft sehr stressigen Welt uns aufmachen, regelmäßig zu meditieren, täglich vielleicht, dann schaffen wir damit so etwas wie einen Zufluchts-Ort in unserem Alltag, für den wir nicht weit wegfahren müssen, der mitten in unserer Wohnung, unserem Zimmer, unserem Haus liegt. Wir schaffen eine Zeit, in der unser Körperwissen, unsere Seele, unser Geist zur Ruhe kommen und tiefer noch als in jedem Schlaf, verarbeiten, verdauen und integrieren können, was wir erleben, was uns gerade in dieser aktuellen Lebens-Phase beschäftigt.

Manches aber können wir nicht auf dem Meditations-Platz lernen. Es ist wichtig das zu sehen. Wir brauchen Begegnungen mit nahen Menschen, die uns ein Spiegel sind, Herausforderung, Korrektur, Provokation und Bestätigung. Wir brauchen die Dynamik des alltäglichen Lebens mit den vielen kleinen Dingen, die wir vielleicht zunehmend exakt und liebevoll tun. Wir brauchen das Erleben, dass unsere Biographie zwar nicht alles ist, was wir sind, aber doch eine wichtige Gestaltungs-Ebene für unsere Kreativität, ein Erfahrungsfeld für die ganze Bandbreite von Menschlichkeit.

Verbunden mit der Meditations-Praxis brauchen wir diese Begegnungen und das konkrete Leben gleichsam wie ein "Schmirgel-Papier", das uns manchmal aufraut, uns neue Impulse und Emotionen erweckt, aber auch uns Entfaltungsraum und Liebe schenkt. In der Meditation ist es dann möglich genau diese Erfahrungen zu vertiefen - einfach durch das Geheimnis der Stille selbst, ohne dass wir daran herumbasteln müssen.

So findet Meditation ihren Ort in unserem Leben und auch unser alltägliches Tun und Begegnen. Diese Verbindung wird in der alten Tradition "Haushälter-Linie" genannt. Diese Verbindung von Alltag und Übung, von unendlicher Tiefung und konkretem Tun - gilt als der wirkungsvollste und machtvollste Pfad zu voll entfaltetem Menschsein.

Es lohnt sich also - es zumindest zu versuchen...!

Satnam Paulus-Thomas Weber


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